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aktualisiert am: 28.08.2002
Leben und Arbeiten
Gemeindeportrait: Vollrathsruhe
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Einwohnerzahlen
& Diagramm
Dorfkirche Kirchgrubenhagen Trauerbuche Vollrathsruhe
Die Gemeinde Vollrathsruhe mit ihren 549 Einwohnern setzt sich aus den Ortsteilen Schloß Grubenhagen, Hallalit, Kirch Grubenhagen, Klein Luckow, Groß Rehberg und Klein Rehberg zusammen und liegt am Rande der mecklenburgischen Schweiz.
Bei einem Streifzug durch die Gemeinde gelangt man gleich nach dem Ortseingang von Vollrathsruhe an das neobarocke Schloß mit seinem Park. Das heutige Gebäude mit einem Mansarddach und pavillonähnlichem Seitentrakt wurde 1920, nachdem das alte Schloß niederbrannte, in Anlehnung an diesen Vorgänger errichtet. Vor den Toren des Schlosses bietet eine Trauerbuche mit ihrer urwüchsigen Form einen reizvollen Anblick. Gleich gegenüber kann man sich auf einem kleinen Rastplatz niederlassen und beim Verweilen den Blick über das wundervolle Malchiner Becken genießen.
Nach dieser kleinen Rast führt der Weg über eine Pflastersteinstraße an einer Arztpraxis und einer Gaststätte vorbei und fast unbemerkt in den nächsten Ort Kirch Grubenhaben. Ca. 150 Meter vom Ortseingang entfernt ragt die Kirche des Ortes auf einer Anhöhe weithin sichtbar ins Land. Sie wurde in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts gebaut. Hat man die Stufen zur Kirche hinauf erklommen, wird man mit einer weiteren zauberhaften Aussicht auf den Malchiner See und das Malchiner Becken belohnt. Vom wunderschönen Eingangsportal gelangt man nach ca. 250 Metern links über eine schattenspendende Kastanienallee nach Schloß Grubenhagen. Gleich hinter der Nebelbrücke findet man den Eingang zum ehemaligen Schloßpark, in welchem sich die Ruine einer einst mächtigen Burg befindet. Vom 13.-14. Jahrhundert saßen auf dieser alten Burg, die von Grund auf mit Steinen gemauert war, die von Grube, Vasallen der Fürsten von Werle. Man nimmt an, daß sie die Stifter von Burg, Dorf und der Kirche in Kirch Grubenhagen waren. 1364 ist ein Ritter Ulrich von Maltzan als der Besitzer der Burg beurkundet. Heute sind von dem Gebäude noch Reste des Bergfrieds bis zu zehn Metern Höhe erhalten. Die Mauern sind über 3 Meter dick. Die Ruine zählt zu den eindrucksvollsten Burgruinen Mecklenburg-Vorpommerns.
1840 wurde in unmittelbarer Nähe der alten Burg das neue Schloß, ein eingeschossiger Putzbau, errichtet, welches heute der Sommersitz derer von Maltzan ist. An diesem Gutshaus vorbei führt der Weg nach Hallalit. Der Ortsname soll aus der Jagdsprache kommen und so viel bedeuten wie: "da liegt er". Gleich am Ortseingang findet man mit seinen 109 Metern das längste Haus weit und breit, welches darum auch den Namen "dat lange Hus" trägt. Der lange Katen wurde um 1860 gebaut und bot 16 Familien ein Dach über dem Kopf. Die Bauweise dieses Hauses gibt einen Einblick in die ländlichen Lebensverhältnisse des ehemaligen Gutes.
Weitere Zeugen der Vergangenheit können auf dem Weg von Hallalit nach Vollrathsruhe in Form von Hügelgräbern besichtigt werden. Ein herrlicher Anblick ist die Kastanienallee, die sich zwischen den beiden Orten entlangzieht.
In Vollrathsruhe wieder angekommen, kann man über Kirch Grubenhagen das Damwildgehege in Klein Rehberg erreichen, welches sich im Naturschutzgebiet Hellgrund befindet. Wer sich etwas Zeit mitbringt, hat vielleicht das Glück, einige der hier lebenden Wildarten zu beobachten.